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CPV-Code

Das Common Procurement Vocabulary (CPV) ist ein EU-weit standardisiertes Klassifikationssystem zur Beschreibung von Auftragsgegenständen im öffentlichen Beschaffungswesen.

CPV steht für Common Procurement Vocabulary und ist das europaweite Klassifikationssystem für öffentliche Aufträge. Jede Ausschreibung oberhalb der EU-Schwellenwerte muss mit mindestens einem CPV-Code versehen werden, damit Unternehmen passende Aufträge systematisch finden können.

Aufbau eines CPV-Codes

Ein CPV-Code besteht aus acht Ziffern plus einer Prüfziffer. Die Struktur ist hierarchisch aufgebaut: Die ersten zwei Ziffern bezeichnen die Division (z.B. 45 = Bauleistungen, 72 = IT-Dienstleistungen), drei Ziffern die Gruppe, vier die Klasse und fünf die Kategorie. Die Ziffern 6 bis 8 ermöglichen weitere Untergliederungen.

Bedeutung für Bieter

Für Unternehmen ist die Kenntnis der eigenen CPV-Codes entscheidend für eine effiziente Ausschreibungssuche. Wer seine relevanten CPV-Codes kennt, kann gezielt nach passenden Aufträgen filtern und verpasst weniger Chancen. AusschreibungsRadar nutzt CPV-Codes zur automatischen Kategorisierung aller Ausschreibungen.

Rechtliche Grundlage

Die aktuelle CPV-Nomenklatur basiert auf der Verordnung (EG) Nr. 213/2008. Sie umfasst rund 9.500 Einzelpositionen und wird von der Europäischen Kommission gepflegt. Die Verwendung ist für alle EU-Vergabeverfahren oberhalb der Schwellenwerte verpflichtend.

Praxistipp

Suchen Sie nicht nur nach Ihrem exakten CPV-Code, sondern auch nach übergeordneten Kategorien. Auftraggeber wählen nicht immer den spezifischsten Code. Eine Suche auf Divisions- oder Gruppenebene (erste 2–3 Ziffern) liefert oft zusätzliche relevante Treffer.

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