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Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das zentrale Bewertungsprinzip im Vergaberecht, das Preis und Qualität eines Angebots in ein messbares Verhältnis setzt.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis bestimmt, welches Angebot den Zuschlag erhält. Es drückt aus, welche Qualität ein Bieter für welchen Preis bietet, und ermöglicht den objektiven Vergleich unterschiedlicher Angebote.

Ermittlung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird über die Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung ermittelt. Typischerweise werden Preis und Qualität in Punkte umgerechnet und gewichtet addiert. Beispiel: Preis 40% + Qualität des Konzepts 30% + Personalqualifikation 20% + Umsetzungszeitplan 10%.

Methoden

Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden: Die einfache Richtwertmethode (Leistungspunkte geteilt durch Preis), die gewichtete Richtwertmethode (mit Schwellenwerten) und die UfAB-Methode (Unterlage für Ausschreibung und Bewertung von IT-Leistungen). Die Wahl der Methode hat erheblichen Einfluss auf das Ergebnis.

Bedeutung für Bieter

Bieter sollten die Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung sorgfältig analysieren, bevor sie ihr Angebot erstellen. Wenn Qualität hoch gewichtet ist, lohnt es sich, in das Konzept zu investieren, auch wenn der Preis etwas höher liegt. Bei dominierender Preisgewichtung ist eine aggressive Kalkulation zielführender.

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