AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Beschaffung eines OP-Mikroskops für die Neurochirurgie mit Einsatz in Patientenbehandlung
Stammdaten
- Auftraggeber
- Klinikum Landshut Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Landshut, Landshut
- Veröffentlicht
- 15.12.2023
- Notice-Typ
- dir-awa-pre
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
- CPV-Code
- 38634000 — Labor-, optische und Präzisionsgeräte
- Branche
- Gesundheitswesen & Medizintechnik
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Das Klinikum Landshut AdöR der Stadt Landshut beabsichtigt für die Klinik für Neurochirurgie die Beschaffung eines Refurbished-Gerätes eines OP_Mikroskops. Der Auftrag beinhaltet Lieferung, Inbetriebnahme und Schulung des Refurbished-Gerätes. Ein OP-Mikroskop für neurochirurgische Operationen wird beschafft. Folgende Anforderungen müssen erfüllt werden: a.) Mikroskop • Exoskopbetrieb mit Full-HD und/oder 4k Videoausgabe • Fluoreszenzbildgebung in den Bereichen von 800 nm, 560 nm und 400 nm • Fokussierhilfe z.B. durch konvergierende Laser • Anbringung des Mitbeobachtertubus seitlich und gegenüber möglich b.) Stativ • Bewegung des Mikroskops über Hand- oder Fußschalter händisch und robotisch • Schwingungsdämpfer in alle Achsen • Fixierung auf einen Punkt trotz Bewegung des Mikroskops. Diese Funktion ist mit und ohne Verwendung eines neurochirurgischen Navigationssystems möglich • Speicherung von Einstellung des Mikroskops und Position, welche auf Knopfdruck wieder angefahren und eingestellt werden. Diese Funktion ist mit und ohne Verwendung eines neurochirurgischen Navigationssystems möglich • Speicherung und Anfahren von nutzerspezifischen Positionen (z.B. für Sterilabdeckung des Mikroskops notwendig) • Absaugung unter Sterilabdeckung • Unabhängig von der Position der optischen Achse ist automatisches Ausbalancieren zu jeder Position und zu jedem Zeitpunkt möglich c.) Beleuchtung • Der beleuchtete Bereich passt sich bei Veränderung des Arbeitsabstands automatisch an. Es wird lediglich das aktuelle Sichtfeld beleuchtet. • Automatische Anpassung der Belichtungsintensität an Arbeitsabstand • Zur Vermeidung von Schattenwurf ist eine Beleuchtung aus mind. zwei unterschiedlichen Richtungen gegeben. Bei der zweiten Beleuchtungsquelle wird der Winkel automatisch an den Arbeitsabstand angepasst. • Es erfolgt eine Warnung, wenn die Beleuchtungsschwelle überschritten wird d.) Ergonomie und Workflow • Veränderung des Arbeitsabstands über einen maximal großen Bereich möglich • Anpassung des Tubus ohne Veränderung der Mikroskopposition an den Anwender in gewissen Grenzen möglich • Keine Unterbrechung bei Umschalten und Auswahl zwischen Weißlicht und unterschiedlichen Fluoreszenzbildgebungen über einen Knopf mit Einblendung der Auswahl im Tubus • Darstellung externer Daten im Tubus e.) Platzbedarf • Möglichst kleine Stellfläche ohne Ausgleichsgewicht • Integration (wenn möglich Vollintegration ohne externen Endoskopieturms) eines Mikroinspektions-Tools mit Bilddarstellung auf dem Systemmonitor • Anfahren von gespeicherten Positionen, Fixierung auf einen Punkt bei Mikroskopbewegung und robotische Bewegungen sind mit und ohne Verwendung eines neurochirurgischen Navigationssystems möglich f.) Schnittstellen • Anschluss an das Kliniknetz über WLAN • Transfer von Bild- und Videodaten an das PACS im DICOM-Format 3. Erläuterung Das Ergebnis einer Markterkundung zeigte, dass alle Anforderungen lediglich vom Kinevo 900 der Firma Carl Zeiss Meditec erfüllt werden können. Dies ist u.a. dadurch begründet, dass zentrale, unverzichtbare Forderungen durch Patente geschützt sind und geistiges Eigentum der Firma Carl Zeiss Meditec darstellen. Davon betroffen sind z.B. die Funktionen der automatischen Anpassung des Winkels der zweiten Beleuchtungsquelle an den Arbeitsabstand, Wechsel zwischen der intraoperativen Fluoreszenzoptionen und automatisches Ausbalancieren unabhängig von der Position. Zudem bietet einzig das genannte Gerät der Firma Carl Zeiss Mdeitec ein integriertes Mikroinspektionsinstrument, welches zur Erweiterung des chirurgischen Sichtfelds verwendet werden kann. Das Gerät wird ausschließlich durch die Firma Zeiss Meditec direkt vertrieben. Ein Wettbewerb ist damit aus technischen Gründen nicht gegeben. Das Klinikum Landshut AdöR der Stadt Landshut wird den Vertrag nicht vor Ablauf der in § 135 Abs. 3 Nr. 3 GWB genannten Frist von 10 Tagen schließen.
Vertragslaufzeit
- Ende
- 31.12.2023
VEAT — Direktvergabe-Ankündigung
- Veröffentlichung
- 15.12.2023
- Stillhaltefrist (10 Tage)
- läuft bis 25.12.2023 — abgelaufen
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Regierung von Oberbayern, München
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.