AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
Auswertung von Abschlussberichten aus dem Forschungskontext NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut für die Forschungsdatenbank Proveana
Stammdaten
- Auftraggeber
- Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg
- Veröffentlicht
- 10.07.2023
- Frist (Submission)
- 07.08.2023
- Notice-Typ
- Ausschreibung
- Verfahrensart
- Öffentliche Ausschreibung (national)
- Branche
- Bildung & Forschung
- Rechtsgrundlage
- UVgO (Unterschwelle)
Beschreibung
Gegenstand der Ausschreibung sind die Auswertung von Abschlussberichten aus Projekten mit dem Kontext NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut. Es werden jeweils Datensätze für die Forschungsdatenbank Proveana erstellt. Die Erfassung erfolgt unmittelbar im Datenbanksystem (verwendete Software: HiDA). Die Auftragnehmer:in erhält eine feste Anzahl an Abschlussberichte im Volltext, aus denen nach festgelegten Kriterien Informationen zu Personen, Körperschaften, historischen Ereignissen, historischen Sammlungen, archivalischen und weiteren Quellen (Literatur) eruiert und dokumentiert werden sollen. Eigene Recherchen oder selbständige Provenienzforschung sind nicht gefordert. Es werden jedoch Abgleiche mit einer vorgebenden Liste an Datenquellen erwartet, deren Ergebnisse ebenfalls in die Datenbank zu überführen sind. Die zu erhebenden Daten sollen es Nutzer:innen ermöglichen, einen umfassenden Eindruck von von Akteur:innen mit Bezug zum NS-Kulturgutraub zu erhalten, sowie zu sehen, in welche Netzwerke sie sich einbetten und mit welchen (historischen) Ereignissen sie in Bezug stehen. Jede Information wird hierbei mit vorhanden Quellen hinterlegt. Gleichzeitig sollen die Nutzer:innen auf weitere Informationsmöglichkeiten hingewiesen werden. Die Datensätze sollen sich in das Gesamtkonzept von Proveana einfügen. Der/Die Auftragnehmer:in wertet je Los 10 Abschlussberichte aus der Projektförderung NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut für die Forschungsdatenbank Proveana aus. Grundlage sind die dem Zentrum vorliegenden Abschlussberichte. Die Auswertung hat nach einem von der Auftraggeberin vorgegebenen Kriterienkatalog zu erfolgen. Die Erfassung erfolgt unmittelbar in die Datenbanksoftware der Forschungsdatenbank. Die Auftragnehmer:in verpflichtet sich zur Teilnahme an einer umfassenden Einarbeitungsphase (8 Online Termine über 3-4 Wochen sowie ein Kick-Off-Termin in Magdeburg zur Übergabe der Arbeitsmittel) für die verwendete HiDA-Software. Im Anschluss werden regelmäßige Feedback-Runden und eine enge Betreuung seitens des Zentrums gewährleistet. Die Datenerfassung gliedert sich in folgende Datensatztypen: Akteur: Informationen zu relevanten Personen, Körperschaften und Personengruppen aus den Projektberichten (bspw. Geschädigte, beteiligte Kunsthändler und kulturelle Institutionen), historischen Ereignisse, insb. Auktionen und Ausstellungen, historische Sammlungen, die bspw. durch den NS-Kulturgutraub aufgelöst wurden, Archivalien: Informationen zu den in den Projekten genutzten Primärquellen, Provenienzmerkmale, Literatur und digitale Angebote: unter anderem Informationen zu den in den Projekten genutzten Sekundärquellen und möglichen Annotationen, Projekte: Alle Informationen werden mit einer Verbindung zu den jeweiligen Projektdatensätzen angelegt. Zur Erfüllung des Vertrages sind zwecks Konsistenz und Kongruenz der Daten zudem einige Abfragen verpflichtend (GND, Wikidata, Worldcat, DNB, ADB/NDB, ALIU List of Red Flag Names, proprietäre Datenbanken der Projektnehmer). Die Auftragnehmer:in soll außerdem auf bereits vorhandene Informationen in der Datenbank zurückgreifen und diese ggf. erweitern. Der Vertragsgegenstand umfasst keine eigene Provenienzforschung und auch keine zusätzliche Recherche. Eine Abgabe des Werkes erfolgt spätestens zum 31.10.2024
Vergabe-Status
- Vergabe-Status
- Vergabeergebnis liegt uns nicht vor
Verfahrensverlauf — alle 3 Veröffentlichungen
- Ausschreibung · Frist: 07.08.2023
- Wertung
- Vergabeergebnis