AusschreibungsRadar — Verfahrensauszug
emob: Erweiterung des Versuchsstandes für bidirektionale Lasten
Stammdaten
- Auftraggeber
- Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU), Hamburg
- Veröffentlicht
- 27.11.2023
- Notice-Typ
- dir-awa-pre
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
- CPV-Code
- 30237280 — Büromaschinen und Computer
- Branche
- Energie & Umwelt
- Geschätzter Wert
- 370.000 €
- Rechtsgrundlage
- EU-Oberschwelle
Beschreibung
Im Projekt "Digitalisierung und Elektromobilität: Durchgehend digital angesteuerte Netz- und Ladeinfrastruktur für Land-, Luft- und Wasserelektromobilität" (emob) untersucht die HSU das Verhalten der Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Ziel ist die Entwicklung einer intelligenten Netzsteuerung. Um die erheblichen Aufwände zu minimieren, die mit konventionellen Tests (Anschluss des Elektrofahrzeugs an einer Ladesäule) einhergehen, sowie zum Zwecke der Reproduzierbarkeit der Forschungsdaten, wurde im Rahmen des Projekts emob ein Elektrofahrzeugsimulator aufgebaut, der sich elektrisch wie ein Elektrofahrzeug verhält und anstelle der Traktionsbatterie über elektrische Lasten verfügt. Damit kann der Ladezustand und das Verhalten über ein selbstgeschriebenes Softwaretool gesteuert werden. Die elektrischen Lasten sind rückspeisefähig, so wird die entnommene Energie aus der Ladesäule zurück ins Labornetz gespeist. Bei Leistungen von bis zu 500 kW von zukünftigen Ladesäulen werden dadurch große Energiemengen gespart, was sowohl umwelt- als auch kostentechnisch sehr vorteilhaft ist. Im Jahre 2022 hat die HSU hierzu eine Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb nach § 12 UVgO zur Beschaffung bidirektionaler Labornetzgeräte mit einer maximalen Last von 120 kW durchgeführt und den Zuschlag auf das Angebot des Bestbieters, EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG (EA), erteilt. Die bisherigen Forschungsdaten aus den Versuchsreihen mit bidirektionalen Labornetzgeräten mit einer maximalen Last von 120 kW sind vielversprechend. Die grundlegende Methodik des Systems konnte durch die Versuchsreihen bestätigt werden. Zudem stellte sich heraus, dass das Labornetz nur minimal belastet wurde. Damit stellt das System eine technisch einzigartige Möglichkeit dar, mit reduzierter Anschlussleistung die maximale Ladeleistung für Laborversuche zu ermöglichen. Es wird ausschließlich die Verlustenergie aus dem Labornetz entnommen, daher ist dies eine sehr nachhaltige Untersuchung von Ladesäulen. Da aktuell entsprechende Mittel zur Verfügung stehen, soll das System nun für die weitergehende Forschung auf eine maximale Last von 360 kW erweitert werden.
Vertragslaufzeit
- Periode
- 6 Monate
VEAT — Direktvergabe-Ankündigung
- Veröffentlichung
- 27.11.2023
- Stillhaltefrist (10 Tage)
- läuft bis 07.12.2023 — abgelaufen
Zuständige Vergabekammer (laut Bekanntmachung)
Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes, Bonn
Angabe aus der TED-Bekanntmachung. Im Streitfall ist die tatsächlich zuständige Vergabekammer nach §§ 155 ff. GWB maßgeblich, nicht zwingend die hier genannte.
Bieter (1)
- EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG (Viersen)