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Analysen zur Reform des EU-ETS 2026 - mit Fokus auf industriepolitische Auswirkungen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) - Referat ZC4 - Zentrale Vergabestelle · Berlin

Beschreibung

Das EU-ETS soll zum einen hinreichende Investitionsanreize durch eine Verknappung der im Markt verfügbaren Emissionszertifikate gewährleisten, andererseits muss aber auch zu jedem Zeitpunkt der Schutz der energieintensiven Industrien vor zu hohen Kostenbelastungen und dem Risiko der daraus resultierenden Abwanderung sichergestellt werden. Daraus leiten sich zwei Schwerpunkte der Untersuchung ab: 1. Verschiedene Maßnahmen können Angebot und Nachfrage im EU-ETS nach Emissionszertifikaten beeinflussen und damit auch den CO2-Preis. Gefordert ist im Rahmen dieser Studie eine Mengen- und keine Preisbetrachtung. Dies betrifft z. B. die Entwicklung der Emissionsobergrenze des EU-ETS („Cap“), u.a. durch den linearen Reduktionsfaktor, die Marktstabilitätsreserve bzw. die Anrechnung von Negativemissionen, internationalen Zertifikaten oder die CO2-Nutzung (CCU). Die Auftragnehmer sollen ein Rechenmodell entwickeln und nutzen, durch das die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen auf die Gesamtmenge der Emissionszertifikate, die dem Markt im zeitlichen Verlauf zur Verfügung stehen, dargestellt und quantifiziert werden kann. Die Auswertungen stellen die Grundlage für die Bewertung der industriepolitischen und wettbewerblichen Auswirkungen der anstehenden ETS-Reform auf die deutsche Industrie dar. 2. Die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten hat entscheidende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien und ihr Carbon Leakage-Risiko, je nach Ausgestaltung allerdings auch Nebeneffekte für unternehmerische Investitionsentscheidungen in Klimaschutztechnologien. Durch die Anpassung der Sektor-Benchmark-Werte im EU-ETS und die schrittweise Einführung des CO2-Grenzausgleichs wird sich die Zuteilung kostenfreier Emissionszertifikate verändern. Konkret könnte es zu einer Reduktion kostenfreier Allokation in vielen Sektoren kommen, womit höhere Kosten für betroffene Firmen verbunden wären; oder durch die geplante „Fast track“-Änderung der Benchmarks für den

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gegenstand ist eine Analyse der EU-ETS-Reform mit Fokus auf Mengenbetrachtung und kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten.
  • Die Leistung umfasst vier Arbeitspakete: Darstellung der Vorschläge, quantitative und qualitative Analysen sowie eine übergreifende Bewertung.
  • Ein Rechenmodell zur Quantifizierung der Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Emissionszertifikate ist zu entwickeln und zu nutzen.
  • Der geschätzte Aufwand beträgt bis zu 95 Personentage.
  • Es handelt sich um eine offene Vergabe mit Fokus auf fachlich fundierte Bewertung der EU-Kommissionsvorschläge.

Gesucht wird eine Analyse zur Reform des EU-ETS mit Fokus auf industriepolitische Auswirkungen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Die Leistung umfasst die Darstellung von Legislativvorschlägen, quantitative und qualitative Analysen sowie eine übergreifende Bewertung, basierend auf einem zu entwickelnden Rechenmodell. Ein Aufwand von bis zu 95 Personentagen ist vorgesehen.

Weitere Eignungskriterien: Details in der vollständigen Analyse.

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Stammdaten
Angebotsfrist 23.07.2026, 23:59 Uhr (heute!)
Vergabenummer 17104/003-26#006
Verfahrensart Öffentliche Ausschreibung (national)
Schwierigkeit Mittel KI
Auftraggeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) - Referat ZC4 - Zentrale Vergabestelle
Standort Berlin
Veröffentlicht 08.07.2026
CPV-Codes (2) 73000000 · Forschung und Entwicklung
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